(04.11.2019) Russ. Förderation, Dagestan / § 14 a AsylG, § 60 Abs. 5 u. Abs. 7 AufenthG / Antragsfiktion, Asylfolgeantrag

Die Antrags­fik­ti­on des § 14 a Abs. 1 AsylG gilt unab­hän­gig davon, ob die Eltern bei Stel­lung ihrer eige­nen Asyl­an­trä­ge die Kin­der aus­drück­lich erwähnt haben oder nicht. Es bedarf vor einer Ent­schei­dung über Abschie­be­ver­bo­te nach § 60 Abs. 5 und 7 Auf­en­thG zunächst einer Ent­schei­dung über die Asyl­fol­ge­an­trä­ge der Kin­der Dies gilt auch für ein40

(28.10.2019) §§ 44 HSOG, 37 AsylG / rechtswidrige Ingewahrsamnahme, Betreten der Wohnung, Handfesseln

Die Rechts­wid­rig­keit der Haupt­maß­nah­me führt zur Rechts­wid­rig­keit der Amts­hil­fe­maß­nah­me, wenn die­se einen eigen­stän­di­gen Ein­griffs­cha­rak­ter hat und die­sem Ein­griff dann wegen Rechts­wid­rig­keit der Haupt­maß­nah­me die not­wen­di­ge recht­li­che Grund­la­ge (Recht­fer­ti­gung) fehlt (Fun­­ke-Kai­­ser in Beck­OK VwVfG, Bader/ Ronel­len­fitsch, 44. Edi­ti­on, Stand: 01.07.2019, § 7 VwVfG Rn. 10)”

(17.10.2019) Art. 4 GrCh / neugeborenes Kind, Italien

…besteht hin­sicht­lich der Klä­ge­rin, und ihrer von ihr allein erzo­ge­nen, im Mai 2019 gebo­re­nen Toch­ter im Fal­le einer Über­stel­lung die beacht­li­che Wahr­schein­lich­keit einer extre­men matie­ri­el­len Not bzw. Ver­elen­dung, wenn kei­ne (gemein­sa­me) Unter­brin­gung bzw. kei­ne den beson­de­ren Bedürf­nis­sen ange­pass­te Unter­brin­gung erfolgt.”